Landschaftswandel in Schleswig-Holstein – Fotos als Dokumente

Die Landschaft ist durch das Wirken des Menschen ständigen Veränderungen unterworfen, auch in den vergangenen Jahrzehnten, Siedlungserweiterungen, Ausbau des Verkehrswegenetzes, touristische Nutzungen, insbesondere aber die Intensivierung der Landwirtschaft haben deutliche Spuren hinterlassen und in naturnahe Situationen eingegriffen.

Während der Heimatforschung relativ viel Bildmaterial zum Wandel unserer Dörfer und Städte vorliegt, sind Fotodokumente, an denen sich mittlerweile historische Verhältnisse  und deren Entwicklungen der freien Landschaft im lokalen Maßstab ablesen lassen, sind bislang nicht systematisch archiviert worden. Dabei können Fotos der ökologischen Forschung, der geografischen Landeskunde und dem Naturschutz wertvolle Hinweise geben, beispielsweise zu früheren Ausdehnung der Röhrichte an Gewässern, zur Strukturierung einer Feldmark durch Gebüsche und Raine oder zum Zustand des Knicknetzes – und damit unter anderem zur Lebensraumausstattung für bestimmte Tierarten.

In Zusammenarbeit mit der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft beginnt die Stiftung, alte Fotosammlungen insbesondere von naturkundlich Interessierten aufzunehmen, die Bilder im Hinblick auf ihren landeskundlichen Wert zu sortieren und zu archivieren. Der Schwerpunkt wird bei Fotomaterial aus der Zeitspanne von ca. 1950 bis Ende der 1980er Jahre liegen.

Damit wird ein Fotoarchiv „Landschaft“ aufgebaut, das allen an derartigen Bilddokumenten fachlich Interessierten zur Verfügung stehen soll.